So schön war es auf der Hütte des TSV Steppach

Jutta Kaiser-Wiatrek

So schön war es auf der Hütte des TSV Steppach

Steppach. Der TSV Steppach hat immer wieder regen Kontakt mit den Gruppen der St. Gregor Jugendhilfe in Steppach, einige der Buben spielen auch in der Fußballabteilung des Vereins. Auf Einladung eines privaten Gönners wurde nun sechs Kindern zwischen neun und 15 Jahren ein Aufenthalt in der vereinseigenen Almhütte ermöglicht. Zurück zur Natur war das Motto. Zwei Tage und Nächte sollten sie ausprobieren können, wie es ist, als Selbstversorger, nur mit dem, was in einen Rucksack passt, auf der Hütte zu leben. „Alle hatten möglichst große Rucksäcke dabei, um die, als wichtig erachteten Utensilien wie Jogginganzüge, Schlafsäcke und Lebensmittel, auf die Alm transportieren zu können. Da es sich bei der Almhütte um eine Selbstversorgerhütte handelt, wurde schon im Vorfeld aufgeregt diskutiert und aufgeteilt, wer welche Dinge in seinem Rucksack hoch zur Hütte tragen muss“, erzählt Stefanie Woerschka von der St. Gregor Jugendhilfe. Das war bereits ein schöner Gruppenprozess. Unbedingt als Luxusgüter mit dabei sein mussten Gummibärchen und Orangensaft. Für so manchen Teilnehmer war das Unternehmen letztlich eine ganz schöne Herausforderung. Dennoch die Kinder und ihre Begleitpersonen waren hellauf begeistert, ist ein Aufenthalt auf einer Hütte doch voll im Trend und bedeutet immer ein besonderes Ereignis. Und so ging es mit viel Spaß hoch auf die Moseralpe nahe Wiedmansdorf. Nach der Ankunft auf einem Parkplatz lag noch eine halbe Stunde Fußmarsch vor der Gruppe. Einige fanden das Laufen hoch zur Alm nach der Fahrt doch ziemlich anstrengend, insbesondere da es anschließend galt, es sich erst einmal in der Hütte wohnlich zu machen. Mit vereinten Kräften fühlten sich aber alle ziemlich schnell heimisch. Mittags angekommen wurde zunächst Holz gehackt und die Jungs machten dann gleich ein gemütliches Feuer. Cool fanden vor allem die Kinder die Betten unter dem Dach, in welchen es mollig warm und gemütlich war. „Überall hat es so schön geknackt“, erinnerten sie sich, wenngleich sie auch zugaben, dass das mitten in der Nacht auch ziemlich unheimlich sein konnte. Nur eine halbe Stunde vom Ort entfernt und doch fühlte man sich wie in einer anderen Welt. Die Gegend genießen, Bewegung, frische Luft und eine herrliche Landschaft, die Auszeit in den Bergen stärkte die Seele und schenkte Kraft für den Alltag. Zunächst stand natürlich eine Bergwanderung auf dem Programm. „Wir wanderten wie bei der Bundeswehr, sogar teilweise über Schnee“, erinnerten sich einige Teilnehmer, dass anschließend die Füße brannten. Andere dagegen hüpften wie Gämsen über Stock und Stein, bis klar war wer als Erster das Ziel erreichte. Alle hatten viel Spaß am querfeldein Laufen auf dem Berg und auch wenn man sich etwas über Kuhweiden verlaufen hatte, waren schließlich alle stolz, als sie oben auf der Salmaser Höhe, dem Berggipfel, angekommen waren. Der Ausblick auf den Alpsee entschädigte für die Anstrengungen. Urig war es auch, wenn alle sich auf der Terrasse oder am prasselnden Kaminfeuer trafen. Auch als ein Lagerfeuer entzündet wurde, kam eine besondere Stimmung auf, die alle sehr genossen. Höhepunkt des Ausflugs in die Berge war der Besuch des Schwimmbads Aquamarin in Oberstaufen. Sportlich galt es zunächst den Bergabstieg ins Dorf zu meistern und am Abend bereits bei Dämmerung mit Stirnlampen zur Berghütte wieder hinauf zu laufen. Eine Auszeit in einer Berghütte ist ein rustikales Erlebnis mit besonderem Charme. Sie bedeutet Abenteuer und Natur pur. „Für alle war es eine schöne Erfahrung in der Gruppe, alle Kinder haben es sehr genossen“, erzählt Stefanie Woerschak und bedankt sich im Namen aller nochmals beim ihrem Gönner.

Fotos: St. Gregor Jugendhilfsgruppe

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